Sonntag, 8. September 2019, 18.00 Uhr, Ratssaal Halberstadt

100-jähriges Jubiläum

Aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums des Nordharzer Städtebundorchesters hat der Verein Musikerinnen und Musiker des Orchesters zu einem Kammerkonzert eingeladen:

 

Antonela Carla Ioniza – Violine

Jens Hermann – Violoncello

MD Johannes Rieger – Klavier (Benefiz)

Sunhee Park – Viola

Hyun Ju Lee – Klavier

Sebastian Kranz – 1. Flöte

Vera Goertz – 2. Flöte

Yuta Toda – Oboe

Erik Stolte  – Fagott

Programm

Claude Debussy (1862-1918), Klaviertrio G-Dur

Johannes Brahms (1833-1897), Sonate für Viola und Klavier Es-Dur op. 120 Nr. 2

 

Pause

 

Franz Doppler (1821-1883) und

Karl Doppler (1825-1900), Rigoletto-Fantasie op. 38 für zwei Flöten

C. Triebest (1810-1867) und

E. Jancourt (1815-1901), Fantasie concertante über „Die Italienerin in Algier” von Gioachino Rossini für Oboe, Fagott und Klavier

von links: Antonela Carla Ionita, Jens Herrmann, Johannes Rieger, Sunhee Park, Sebastian Kranz, Vera Goertz, Erik Stolte, Yuga Toda
von links: Antonela Carla Ionita, Jens Herrmann, Johannes Rieger, Sunhee Park, Sebastian Kranz, Vera Goertz, Erik Stolte, Yuga Toda

zu den musikern

Antonela Carla Ionita wurde in Bukarest geboren. Sie erlernte das Geigenspiel von 1994 bis 2002 zunächst an der Spezialschule für Musik in Ploiesti und absolvierte 2006 ebendort auch das Musikgymnasium (Abitur). Anschließend studierte sie von 2006 bis 2010 bei Prof. Gabriel Croitoru an der Hochschule für Musik in Bukarest. 

Sie nahm erfolgreich an mehreren nationalen Wett-bewerben teil und gewann erste Preise. 

Sie besuchte mehrere Meisterkurse, so in Pleystein (Deutschland) und Lanciano (Italien). Außerdem nahm sie Unterricht bei Prof. Ulf Hoelscher, Livio Prunaro (Concertgebouw Amsterdam) und Ion Tanase (Staatsoper Hannover). Aushilfstätigkeiten erfolgten am Staatstheater Braunschweig, Berliner Camerata, in Hildesheim, Wernigerode und Eisenach sowie in Bukarest. 

 

Jens Herrmann erhielt seit dem sechsten Lebensjahr Cellounterricht in Weimar. Danach folgte das Musik-studium an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar bei Frau Lieselotte Pieper. In dieser Zeit aktive Teilnahme an Meisterkursen bei Nathaniel Rosen (USA), Tobias Kühne (Österreich) und Mikhael Flaksman (Israel) 

Seit 1985 Engagement als 1.Solocellist am Theater der Altmark in Stendal. Als Solist spielte er Cellokonzerte von A. Vivaldi, J. Haydn und A. Dvorak. Nach einem Vertretungsjahr in der Staatskapelle Weimar seit 1994 1. Solocellist am Nordharzer Städtebundtheater Halberstadt. Hier spielte er als Solist in Sinfoniekonzerten Werke von M. Bruch, C. Saint Saens, H. Pfitzner, R. Schumann und O. Respighi. Als Kammermusiker hat er zahlreiche Auftritte mit dem Streichquartett, Cello und Orgel sowie in musikalisch-literarischen Programmen.

 

Johannes Rieger wurde 1967 als Sohn einer Münchner Musikerfamilie geboren. Nach seinem Dirigierstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik in München und Meisterkursen in Salzburg und Siena arbeitete Johannes Rieger von 1991-1996 als Kapellmeister am Ulmer Theater. Dort leitete er eigene Premieren, Wiederaufnahmen, Repertoirevorstellungen und Konzerte, insgesamt etwa 35 Produktionen aus allen Bereichen des Repertoires. Bereits im Jahr 1995 wurde Rieger zusätzlich ständiger Dirigent des Kammerorchesters European Music Project. Seit Beginn der Spielzeit 2000/2001 ist Johannes Rieger Chefdirigent am Nordharzer Städtebundtheater Halberstadt/Quedlinburg. Im Dezember 2004 wurde ihm in Würdigung seiner besonderen Leistungen für dieses Theater der Titel Musikdirektor verliehen. In den letzten Jahren arbeitete Rieger als Gastdirigent mit zahlreichen deutschen Orchestern und Opernhäusern zusammen, beispielsweise den Bamberger Sym-phonikern, dem Staatstheater am Gärtnerplatz, der Neuen Philharmonie Westfalen, der Radiophilharmonie des NDR, dem Philharmonischen Orchester Regensburg, der Südwestdeutschen Philharmonie, der Jenaer Philharmonie sowie dem Pfalztheater in Kaiserslautern. Seit 1. Januar 2009 ist Johannes  Rieger Intendant des Nordharzer Städtebundtheaters. 2013 erhielt er den Kulturpreis der Stadt Halberstadt. 

 

Die südkoreanische Bratscherin Sunhee Park spielte zunächst Violine, bevor sie sich für den Wechsel zur Bratsche entschied. Auf ihrem Weg zur Berufsmusikerin studierte sie in Rostock bei Liviu Casleanu und später in Münster bei Helge Slaatto. Seit 2015 ist sie Solo-Bratscherin im Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters und tritt daneben auch als Kammermusikerin auf.  

 

Der aus Südkorea stammende Pianist Hyung Ju Lee erhielt seine künstlerische Ausbildung an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber” in Dresden. Von 2011 bis 2014 war er Solorepetitor am Theater in Münster. Am Nordharzer Städtebundtheater arbeitet er seit der Spielzeit 2014/2015 als Korrepetitor. Die regelmäßigen solistischen und kammermusikalischen Auftritte gehören sowohl zu seiner vergangenen als auch jetzigen pianistischen Tätigkeit. 

 

Sebastian Kranz, geboren in Siegen, begann seine musikalische Ausbildung bereits im Alter von sieben Jahren. Nach seinem Abitur 1995 begann er ein Studium im Fach Flöte an der Musikhochschule Würzburg bei Prof. Walter Büchsel. 1997 wechselte er an die Hochschule für Musik "Franz Liszt" in Weimar, wo er zunächst bei Prof. Robert Win und später bei Prof. Wally Hase studierte, bei der er auch im Sommer 2000 sein Studium im Fach Flöte mit Auszeichnung abschloss. Zahlreiche Meisterkurse ergänzten seine flötistische und künstlerische Ausbildung. Sebastian Kranz spielte in renommierten Orchestern wie dem Mitteldeutschen Kammerorchester, der Staatskapelle Weimar oder der Philharmonie der Nationen. 

Seit 2001 ist er Soloflötist am Nordharzer Städtebundtheater Halberstadt/Quedlinburg. Preise errang er u.a. als Solist bei „Jugend musiziert“ und als Kammermusiker beim internationalen Musikfestival in Weikersheim. Als Solist spielte er mit verschiedenen Orchestern zahlreiche Flötenkonzerte u.a. von Carl Reinecke, Jaques Ibert, Carl Nielsen, Johann Joachim Quantz, Wolfgang Amadeus Mozart und Johann Sebastian Bach. 

Neben dem eigenen Musizieren hat stets die Vermittlung von Musik und Flötenspiel eine große Rolle gespielt. So hat Sebastian Kranz bereits an vielen Musikschulen in Mitteldeutschland als Lehrer unterrichtet, u.a. in Pößneck (Thüringen) und Oschersleben (Sachsen-Anhalt), zuletzt in der Landeshauptstadt Magdeburg am Georg Philipp-Telemann-Konservatorium. Bei verschiedenen Orchesterkursen ist er als Bläserdozent genauso gern gesehen wie als Juror bei Kinder- und Jugendwettbewerben. 

 

Vera Goertz, geboren 1992 in Heilbronn, erhielt seit 2001 Querflötenunterricht bei Nicola Hahn, Marianne Henkel-Adorján und Carin Levine bevor sie 2012 ihr Studium mit den Schwerpunkten Instrumentalpädagogik und Orchestermusiker an der Hochschule für Musik Detmold in der Klasse Prof. Hans-Jörg Wegner aufnahm. 2016 wechselte sie an die Musikhochschule Lübeck zu Prof.  Angela Firkins, dort studiert sie derzeit noch im Studiengang Master of Music. Wichtige Impulse erhielt sie außerdem auf Meisterkursen bei Prof. Wally Hase, Prof. János Bálint, Benjamin Plag und durch die Teilnahme an der Internationalen Sommerakademie für Kammermusik Niedersachsen. Sie widmete sich bereits früh mit Begeisterung der Orchester- und Kammermusik. So führten sie Konzerte unter anderem nach Italien, Frankreich, Aserbaidschan und Taiwan. Als Aushilfe spielte sie im Staatsorchester Braunschweig, dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode und den Orchestern der Theater Detmold und Lüneburg. Seit Oktober 2018 ist sie im Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters als 2. Flötistin und Piccoloflötistin engagiert.

 

Erik Stolte, geboren in Potsdam, erhielt ersten Blockflötenunterricht mit acht Jahren und ab dem elften Lebensjahr Fagottunterricht an der Musikschule Brandenburg/Havel. 1987 schloss er eine Uhrmacherlehre ab. Von 1988 bis 2002 war er Fagottist am Mitteldeutschen Landestheater in Wittenberg. Danach arbeitete er bis 2016 als freischaffender Musiker und Musikpädagoge. 
1990-1994 studierte er bei Prof. Wolfgang Liebscher an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber” in Dresden. Seit 2016 ist er Solofagottist im Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters in Halberstadt. 

 

Yuta Toda wurde in Nagasaki, Japan, geboren. Er begann mit 12 Jahren Oboe zu spielen. Nach seinem Studium an der Städtischen Kunsthochschule in Kyoto absolvierte er an der Hochschule für Musik Nürnberg einen weiteren Studiengang bei Herrn Ralf-Jörn Köster, den er erfolgreich abschloss. Er wurde 2016 Praktikant der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie als 1./2. Oboer mit Verpflichtung zum Englischhorn. Seit 2017 ist er  als  Solo-Oboist im Nordharzer Städtebundtheater tätig.