Sonntag, 14. April 2019, 18.00 Uhr, Ratssaal Halberstadt

4. Jubiläumskonzert

Michael Barenboim, Violine

Elena Bashkirova, Klavier

programm

Robert Schumann (1810-1856), Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 d-Moll op. 121

Bohuslav Martinu (1890-1959), Sonate für Violine und Klavier Nr. 3 H 303

 

Pause

 

Leos Janácek (1854-1928), Sonate für Violine und Klavier

Robert Schumann, Sonate für Violine und Klavier Nr. 1 a-Moll op. 105

Michael Barenboim und Elena Bashkirova
Michael Barenboim und Elena Bashkirova

zu den Musikern

»Barenboims Interpretationen strotzen vor Leben und Dramatik – und doch klingt alles bei ihm ganz einfach, wie selbstverständlich. Er bringt die Seele eines jeden Werks zum Vorschein, erfüllt es mit Feuer und erzählt in jedem Augenblick eine eigene Geschichte. Dabei bleiben seine Intonation und Artikulation stets makellos. […]

Sein Spiel ist zweifellos ebenso spannend wie sein Programm wirkungsvoll.« – „Gramophone”

Michael Barenboim erweckt die Musik mit seiner Violine zum Leben – und lässt sie dabei in all ihrer Vielfalt stets für sich sprechen. Kritiker rühmen seine Interpretationen als „verblüffend, aufregend, wunderbar, überzeugend, fesselnd.“ Dabei fühlt er sich nicht nur dem klassischen und romantischen Kernrepertoire verpflichtet, sondern widmet sich auch intensiv Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts, deren Interpretation ihm höchste Anerkennung einbrachte. Insbesondere arbeitete Barenboim viele Jahre mit Pierre Boulez zusammen, dessen Werke er regelmäßig in Solo-Konzerten und mit dem Boulez Ensemble

präsentiert. Bei Accentus Music spielte er Boulez’ Anthèmes 1 & 2 ein. Im Januar 2018 wurde sein

zweites Solo-Album mit Werken von Sciarrino, Tartini, Berio und Paganini veröffentlicht. 

In der aktuellen Spielzeit ist Michael Barenboim erstmals bei den Berliner Philharmonikern unter Vasiliy Petrenko zu Gast. Wie bereits bei mehreren seiner erfolgreichen Orchester-Debüts, unter anderem mit den Wiener Philharmonikern unter D. Barenboim, dem Chicago Symphony Orchestra unter A. Fish und dem

Israel Philharmonic Orchestra unter Z. Mehta, steht auch diesmal Schönbergs Violinkonzert auf dem Programm. Zu Michaels weiteren Highlights in dieser Saison zählen ein Auftritt mit dem Philharmonia Orchestra unter V. Ashkenazy beimGeorge Enescu Festival sowie Konzerte mit dem Orchester der Norske Opera unter D. Hindoyan und dem Philharmonischen Orchester Freiburg unter F. Ballon. Weiterhin absolviert er eine Tournee mit dem Orchestra Giovanile Italiana sowie Solo-Auftritte in der Hamburger Elbphilharmonie, dem Teatro di San Carlo in Neapel, dem Teatro Comunale in Bologna und der Kumho Art Hall in Seoul.

In der Spielzeit 2016/2017 debütierte Michael Barenboim zu Saisonbeginn beim Gürzenich-Orchester Köln, es folgten Debüts mit dem BBC Philharmonic, dem Philharmonia Orchestra, dem Orchestre philharmonique du Luxembourg, dem Shanghai Symphony Orchestra und dem Guangzhou Symphony Orchestra; darüber

hinaus vertiefte er seine Zusammenarbeit mit der Komischen Oper Berlin, der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und dem Orchestre philharmonique de Nice. In früheren Spielzeiten gastierte Michael Barenboim unter anderem beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem hr-Sinfonieorchester, der Accademia di Santa Cecilia, dem Maggio Musicale Fiorentino, der Filarmonica della Scala, dem Tonhalle-Orchester Zürich, der Academy of St. Martin in the Fields, dem Gulbenkian Orchestra, dem Spanischen Nationalorchester und dem Boulez Ensemble.

Solo-Recitals gab er unter anderem in der Wigmore Hall, dem Barbican Centre, der Carnegie Hall, dem Konzerthaus Dortmund, dem Pierre Boulez Saal, dem Melbourne Recital Centre und im Sydney Opera House.

In Michael Barenboims Repertoire nimmt auch Kammermusik eine wichtige Stellung ein. Der Mitbegründer des Erlenbusch-Quartetts ist regelmäßig bei Musikfestspielen zu Gast, so etwa beim Lucerne Festival, in Verbier, in Salzburg, beim Rheingau Musik Festival, beim Beethovenfest Bonn, in Aix-en-Provence,

beim Klavier-Festival Ruhr, in Granada und beim Jerusalem International Chamber Music Festival. Michael Barenboim konzertiert regelmäßig mit seiner Mutter, der Pianistin Elena Bashkirova, und mit Künstlern wie Frans Helmerson, Julian Steckel, Guy Braunstein und András Schiff. Sein Klaviertrio mit dem Cellisten Kian Soltani und seinem Vater Daniel Barenboim ist in dieser Saison mit einer Konzertreihe im

Pierre Boulez Saal zu Gast.

Neben seinen Soloauftritten und Recitals spielt Michael Barenboim als Konzertmeister beim West-Eastern Divan Orchestra und beschäftigt sich intensiv mit Lehrtätigkeiten: In der neu gegründeten Barenboim-Said Akademie in Berlin leitet er den Bereich Kammermusik; darüber hinaus gibt er weltweit zahlreiche

Meisterkurse. Er spielt eine Stadivari-Violine. 

 

„Immer wieder sind es solche Momente unmittelbarer Bildhaftigkeit, durch die das Spiel Bashkirovas bezaubert." 

– Frankfurter Allgemeine, Zeitung, Januar 2016

Die in Moskau geborene Pianistin Elena Bashkirova  studierte am Tschaikowski-Konservatorium in der Meisterklasse ihres Vaters, dem berühmten Pianisten und Musikpädagogen Dimitrij Bashkirov.  Die verschiedenen Facetten ihres künstlerischen Lebens – Orchesterwerke, Kammermusik, Rezital, Liedbegleitung, Programmgestaltung – sind gleichermaßen bedeutend für Elena Bashkirova, mehr noch erlebt sie hier eine ständige gegenseitige Inspiration.

Elena Bashkirova setzt sich mit dem klassisch-romantischen Repertoire ebenso wie mit der Musik des 20. Jahrhunderts auseinander, wobei ihr musikalisches Schaffen starke Prägung durch die Arbeit und den Austausch mit Künstlern wie Pierre Boulez, Sergiu Celibidache, Christoph von Dohnanyi und Michael Gielen erhielt. Heute verbindet sie eine langjährige Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Lawrence Foster, Karl-Heinz Steffens, Ivor Bolton, Manfred Honeck oder Antonello Manacorda.

Ihre 2016 erschiene Einspielung von Tschaikowskys „Die Jahreszeiten op. 37b“ und „Kinderalbum op. 39“ wurde mit dem ICMA Award in der Sparte „Solo Instrument“ ausgezeichnet. Neben ihren Soloprogrammen widmet sie sich mit großer Freude

auch der Vokalmusik und begleitet Künstler wie Matthias Goerne, René Pape, Robert Holl, Dorothea Röschmann und Anna Netrebko. Vor zwanzig Jahren rief Elena Bashkirova das Jerusalem International Chamber Music Festival ins Leben, das sie als Künstlerische Leiterin seither alljährlich im September gestaltet. Das Festival ist zu einer tragenden Säule des kulturellen Lebens in Israel geworden.

Seit 2012 findet jedes Jahr im April ein "Schwesterfestival" im jüdischen Museum Berlin statt, welches ebenfalls mit großem Zuspruch und Begeisterung angenommen wird. Über die Festivalarbeit schreibt Julia Spinola von der FAZ: Eine „Mischung aus musikalischer Begeisterungsfähigkeit und pragmatischem Erfindungsreichtum ist es, die Elena Bashkirova als Künstlerin unwiderstehlich macht.“  Durch Gastspiele ihres „Jerusalem Chamber Music Festival Ensembles“ bei renommierten

Kammermusikreihen in Berlin, Paris, London, Salzburg, Wien, Luxemburg, Lissabon, Budapest, Buenos Aires und Sao Paolo sowie bei internationalen Sommerfestivals wie dem Lucerne Festival, dem Verbier Festival, dem Rheingau Musik Festival, dem George Enescu Festival in Bukarest, dem Klavier Festival Ruhr und dem Beethovenfest Bonn, wird das Festival auch über die Grenzen Israels hinausgetragen. In dieser und der kommenden Saison ist Elena Bashkirova solistisch u.a. in der St. Petersburger Philharmonie, der Pariser Philharmonie, der Kölner Philharmonie und der Berliner Philharmonie zu hören, mit der Kammerakademie Potsdam, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, dem Orquesta di Valencia, dem Wiener Kammerorchester, der Dresdner Philharmonie und dem Philharmonia Orchestra. Mit ihren Kammermusikpartnern wird sie in Genf, der Wigmore Hall London, in Lissabon, in Paris, der Elbphilharmonie Hamburg und dem Musikverein Wien zu erleben sein. Im Jahr 2018 wurde Elena Bashkirova Preisträgerin des Klavier-Festivals Ruhr und erhält die Ehrendoktorwürde an der Ben-Gurion University.