Sonntag, 5. April 2020, 18.00 Uhr, Ratssaal Halberstadt

3. Jubiläumskonzert

In Kooperation mit dem Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters.

István Várdai, Violoncello

Zarina Shimanskaya, Klavier

Programm

Ludwig van Beethoven (1770-1827), Sonate D-Dur op. 102 Nr. 2

Johannes Brahms (1833-1897), Sonate e-Moll op. 38

 

Pause

 

Franz Schubert (1797-1828), Arpeggione Sonate a-Moll D 821

David Popper (1843-1913), Ungarische Rhapsodie op. 68

István Várdai und Zarina Shimanskaya
István Várdai und Zarina Shimanskaya

zu den Musikern

István Várdai, geboren 1985 in Pécs, Ungarn, begann mit acht Jahren Cello zu spielen. Im Alter von zwölf

Jahren wurde er an der Franz Liszt Musikakademie Budapest in die Klasse der „außergewöhnlich

Begabten“ aufgenommen. 2005 wechselte er zu Reinhard Latzko an die Wiener Musikakademie. Darüber

hinaus besuchte er Meisterkurse von Natalia Gutman, János Starker und Natalia Shakhovskaja. Von 2010 bis

2013 studierte er an der Kronberg Academy bei Frans Helmerson.

István Várdai ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe. Bereits drei Mal gewann er den Internationalen David Popper Musikwettbewerb (2000, 2003, 2004). 2006 erhielt er einen Spezialpreis beim Emanuel Feuermann Wettbewerb in Berlin und den ersten Preis des Internationalen Johannes-Brahms-Wettbewerbs in Pörtschach. Er ist Preisträger des Internationalen Tschaikovsky Wettbewerbs 2007 (Dritter Preis und Spezialpreis) sowie des Internationalen Musikwettbewerbs Genf 2008 (Erster Preis, Publikumspreis, Prix Pierre Fournier und Prix Coup de Coeur Breguet). 2014 erhielt er den ersten Preis beim ARD Wettbewerb in München.

Seine Debüt-CD, für die er Werke von Elgar, Prokofiev und Janáček aufgenommen hat, erschien in 2009 (Nascor). 2010 nahm er das Cellokonzert von Johann Baptist Vanhal mit der Camerata Schweiz unter der Leitung von Howard Griffith auf, in 2015 Werke von Tschaikowski für Cello und Orchester mit den Pannon

Philharmonikern und Tibor Bogányi (Brilliant Classics). Seine letzte CD (Singing Cello) erschien in 2016 beim Label Hungaroton. Seit seinem Orchesterdebüt 1998 in Den Haag trat István Várdai mit international renommierten Orchestern wie den St. Petersburger Symphonikern, dem Mariinsky Theater Orchester, der Österreichisch-Ungarischen Haydn-Philharmonie, dem Orchester des Bayerischen Rundfunks sowie dem Orchestre de Chambre Genève, dem Russischen Nationalorchester, der Camerata Schweiz, dem Orchestre de la Suisse Romande und der Kremerata Baltica auf. Er arbeitete unter anderem mit Dirigenten wie Ádám Fischer, Mikhail Pletnev, Howard Griffith, Gilbert Varga, Zoltán Kocsis, Nicolás Pasquet, Gábor Takács-Nagy, Marcus Bosch, Roman Kofman und Simon Gaudenz zusammen. Als Solist und Kammermusiker spielte er

auf großen Festivals wie den Schwetzinger Festspielen, dem Festival de Bellerive, dem Menuhin Festival Gstaad, dem Jerusalem Kammermusikfestival, dem Festival de Radio France Montpellier, dem Budapest Spring Festival, der Cello Biennale Amsterdam, dem Kobe International Cello Festival, dem Yuri Bashmet Winter Arts Festival, Cello Festival der Kronberg Academy, Stavanger und West Cork Chamber  Music Festival und Verbier Festival.

Seit Oktober 2013 ist er Lehrbeauftragter an der Kronberg Academy und künstlerischer Leiter des Emanuel Feuermann Konservatoriums. Seit 2015 ist er – gemeinsam mit dem Geiger Kristóf Baráti – künstlerischer Leiter des Kaposfest Kammermusikfestivals in Ungarn. Zum Herbstsemester 2017/2018 wurde István Várdai zum Professor für Cello an die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim

berufen. István Várdai spielt ein Montagnana-Cello aus dem Jahr 1720 und seit 2016 das berühmte „Du Pré-Harrell” Stradivari-Cello . Das Du Pré-Harrell Stradivari-Cello wurde 1673 vom italienischen Luthier Antonio Stradivari (Cremona) hergestellt. Es ist auch allgemein bekannt als das 1673-Stradivari-Cello, da es das einzige Cello ist, das Stradivari in diesem Jahr gefertigt hat. Weniger als 65 Stradivari-Celli überlebten und nur 27 sind vor dem Jahr 1700 datiert. Zu den jüngsten Besitzern des Instruments zählen die legendäre, tragisch früh verstorbene britische Cellistin Jacqueline du Pré, der amerikanische Cellist Lynn Harrell und die russischeCellistin Nina Kotova.

 

Die russische Pianistin Zarina Shimanskaya  ist ein regelmäßiger Ensemble-Partner mit Musikern wie Nadja

Michael und Kristóf Baráti. Sie spielt Solo, Orchester- und Kammermusikkonzerte in ganz Russland sowie Europa und Asien. Zu ihren Auftritten zählen u.a. Engagements in der Wigmore Hall, Mozarteum, Mariinsky

Konzerthalle, Grand Hall des Moskauer Konservatotiums, Klavierfestival im Brucknerhaus Linz, Diaghilev Festival in Perm und Stars des Moskauer Konservatoriums-Festival der „Weißen Nächte” in St. Petersburg. Zarina Shimanskaya hat mit Orchestern unter der Leitung von Ravil Martynov, Vasiliy Valitov und Teodor Currentzis zusammengearbeitet. Ihr Repertoire spiegelt ihre vielfältigen Interessen und Interpretation der Literatur wider und reicht von Tschaikowskis Klavierkonzert Nr.1 und Mozarts d-Moll-Konzert bis zu Werken von Frank Martin, Krzystof Penderecki, Alfred Schnittke und Rodion Shchredin. In russischen und europäischen pianistischen Traditionen ausgebildet, perfektioniert sie ihr Handwerk in Meisterkursen mit Künstlern wie Arie Vardi, Alexei Lubimov, Leonid Brumberg, Stephen Kovacevich, Alexander Toradze und Leonidas Kavakos. 

Als Kind, mit dem Wunsch Komponistin zu werden, besuchte Zarina Shimanskaya eine Musikschule für besonders begabte Kinder in ihrer Geburtsstadt Sankt  Petersburg, erhielt besondere Anerkennungen von der St. Petersburg Philharmonia Society und gab ihr Debüt in der legendären Leningrader Philharmonie mit elf Jahren. Sie ist Preisträgerin des Internationalen Wettbewerbs Virtuosi des 21. Jahrhunderts in Moskau (1999), dem Internationalen Wettbewerb Giuseppe Terracciano in Giffoni Sei Casati (2009) und dem Internationalen Wettbewerb Ibla Grand Prize in Ragusa (2017). 2016/2017 spielte sie Konzerte mit Kristóf Barati und István Várdai, nahm an einer Aufführung von Les Noces  (Strawinsky) im Konzertsaal des Mariinsky-Theaters teil und trat an der Imola Summer Academy und dessen Festival auf. Zu den Engagements für 2017/2018 gehörten z.B. ein Konzert für den Ungarischen Rundfunk mit Kristóf Baráti, ein Konzert mit Nadja Michael beim Bruckner- Festival in Linz, die Teilnahme am Internationalen Klavierfestival des Mariinsky-Theaters und am Verbier-Festival.